Donnerstag, 30. November 2017

ALTRUISM & EGOISM

Ich nehme mir gerne im Herbst die Zeit, um stehen zu bleiben und einfach meine Gedanken zu ordnen. Herbst ist meine liebste Jahreszeit und es fällt mir so viel leichter mit einer warmen Tasse Tee meinen Akku aufzuladen. Die goldenen Farben und der frische Wind zwingen mich zur entspannen.
Die komplette Herbst Aura verzaubert mich jedes Jahr aufs Neue. Ich beginne viel an mich zu denken und was ich brauche, um glücklich durch den letzten Rest des Jahres weiterhin zu werden. Diesen letzten Abschnitt genieße ich daher besonders.

Es wird Zeit für den gesunden Egoismus. Meistens klappt es bei mir nicht so gut in den anderen Jahreszeiten aber im Herbst / Winter lässt es sich irgendwie besser integrieren.

Viele Menschen verbinden Egoismus mit etwas Negativen. Kein Wunder, googelt man danach, wird sofort eine Definition vorgeschlagen:

Egoismus (von lat. ego „ich“ mit griech.  Suffix -ismus) bedeutet „Eigeninteresse“, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Es wird oft unterschiedlich verstanden und ich finde, es wird oft dazu genutzt, um die Menschen zu manipulieren.
Das kennen wir schon von unseren Geschwistern. Beide hatten die gleiche Menge an Süßigkeiten, einer der Geschwister war früher fertig und wollte mehr. Das andere Geschwisterteil hatte noch etwas übrig. Was passiert? Geschwister Nummer 1 fängt an zu weinen, die Eltern stürmen in das Kinderzimmer und versuchen Geschwister Nummer 2 zu erzählen, dass es nicht schön wäre nicht zu teilen. Es wäre egoistisch. 
Diese Geschichte mit dem Egoismus fängt schon früh im Leben an und setzt sich leider in jeder Etappe des Lebens durch.
Familie, Schule, Arbeit, Freizeit, Freunde...
Sagt jemand zu uns wir wären egoistisch, egal in welchen Fall auch immer, nehmen wir es gleich persönlich und sind traurig darüber, denn wer möchte schon als Egoist bezeichnet zu werden. Es ist doch eine schlechte Kritik und man möchte doch alles andere als ein Egoist sein. Was passiert dann mit uns?
Ich spreche aus meiner Erfahrung.
Ich bekam starke Schuldgefühle und versuchte mir zu erklären, was ich nun anders oder sogar besser machen kann, damit die andere Seite, die mir gegenüber ist, zufrieden mit mir ist. Ganz oft passiert dies auf Arbeit. Der Arbeitgeber macht es ganz geschickt und Schritt für Schritt stellen wir unsere eigenen Interessen nach hinten.

Die Menschen nennen die jenigen Egoisten, die sich nicht rücksichtlos von Ihnen ausbeuten lassen“ - Willy Reichert


Bevor ich meine egoistische Seite“ akzeptiert habe, hat es tatsächlich länger gedauert, weil ich Angst davor hatte.
Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich davor gefühlt habe.
Immer unerfüllt und auf der Suche nach etwas. Ich wusste nicht was mir fehlte, bis ich meine eigenen Bedürfnisse entdeckt habe und versucht habe diese im Gleichgewicht zu halten.
Ich habe angefangen regelmäßig an mich zu denken und mir eine ME-TIME verschrieben.
Es ist essenziell. Es ist die Zeit für mich selber, wo ich alleine mit mir bin und etwas für mich selber tue, weil es mir gut tut. Es gibt keine Erwartungen und kein Feedback. Ich bin unbeobachtet und ich liebe es. Ich kann in Ruhe vieles bedenken und planen für die Zukunft. Danach fühle ich mich vollgeladen mit positiver Energie und freue mich so sehr auf die Zeit mit meinen Mitmenschen und hätte ich mir diese egoistische Auszeit nicht gegönnt, dann wäre ich in meinem Inneren unglücklich und ich würde mich nicht wohlfühlen. Somit kann ich mit guten Gewissen sagen, dass ein gesunder Egoismus, der mich durch den Alltag begleitet was Fantastisches ist. Erst wenn es uns gut geht, haben wir die Kraft und Laune, für andere da zu sein.

Es tut der Beziehung zum anderen Menschen gut, aber man sollte es nicht vergessen, dass die Beziehung zum einem selber das Wichtigste ist.
Es ist bedeutsam mit sich im Reinen zu sein, denn am Ende des Tages bleibt die Beziehung zu uns selbst. Wenn wir diese pflegen und eine gesunde Balance in uns haben, dann können wir noch schönere Beziehungen zu anderen Menschen führen.







Dienstag, 31. Oktober 2017

24 1/2



Ich jage meinen Träumen hinterher, schnappe nach Luft und renne weiter!
Trotzdem muss ich mich des Öfteren zurückhalten und Kraft dabei tanken. Es ist wertvoll mich nicht zu verlieren in solchen Situationen, die mit konstantem Stress verbunden sind.
Manchmal ist es ebenfalls sinnvoll für mich, stehen zu bleiben und das Ganze von außen zu betrachten, was überhaupt möglich ist, bevor ich mich verrenne. Ich finde es bemerkenswert, welche Prioritäten ich mit der Zeit entwickelt habe. Momentan genieße ich das älter werden so sehr... Verrückt oder? Für andere Frauen gehört das Altern auf jeden Fall nicht in die Top 10.
Früher hatte ich das Gefühl nicht vor und nicht zurückzukommen, was eine ziemlich bedrückende Lebenssituation ist. Damals fand ich alles nicht zufriedenstellend, selten dachte ich an mich und vor allem passte ich meine Persönlichkeit meiner Umgebung an. Allerdings gehörte es auch zu meiner Entwicklung und was mir auf jeden Fall geholfen hat, ist zu akzeptieren, dass ich diese Gefühle in mir trage. Die Akzeptanz ist ein Schritt zur Selbstfindung. Sachen abzulegen, die mich zynisch gemacht haben oder Sachen zu zulegen, die mir gut tun.
Ich habe mich irgendwann gefragt, wer ich bin. Was macht mich vollkommen glücklich und was brauche ich nicht mehr in meiner Nähe. Es ist ein natürlicher Prozess und es fängt schon bei Kleinigkeiten an wie: kaufe ich diesen gelben Mantel, weil es mich zum strahlen bringt oder lasse ich es lieber sein, denn das würde ganz schön viele Blicke auf mich ziehen und vor allem würde es meinem Umfeld nicht gefallen. Ruckblickend stelle ich fest, dass es sehr frustrierend war, auf das ein oder andere zu verzichten für ''Fremde''.
Ich habe vieles in den vergangenen Jahren reflektiert und habe immer noch mit meiner Schwarz-Weiß Denkweise zu kämpfen.
Als Erstes ist es empfehlenswert sich selber nicht mit anderen zu vergleichen. Ich habe es leider viel zu oft gemacht und es hat mir so viel Kraft und Zeit geraubt. Am Ende ist mir aufgefallen, dass ich nicht der Norm entspreche und war nicht unbedingt fasziniert darüber. Als junges Mädchen wollte ich unbedingt irgendwo dazugehören und es wurde zum meinem Ziel mich zu verändern.Viele von meinem Umfeld haben mich kritisiert und ich hatte immer mehr dieses Bedürfnis mich anpassen zu müssen und eben so sein, wie die anderen aber es hat einfach nicht funktioniert.
Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, Nahaufnahme und im Freien
Ich bin heute wirklich ganz glücklich darüber. Jeder von uns ist einzigartig auf eine eigene Art und Weise. Ich habe seltsame Ecken und Kanten und ich kann es heute kaum nachvollziehen, warum ich es früher gerne glattgebügelt haben wollte. Ich bin mir bewusst geworden, welche negativen und positiven Eigenschaften ich in mir trage. Es gehört nun mal alles zu mir, aber ich entscheide ganz alleine, welche Eigenschaften mich letztendlich ausmachen. Ich finde es extrem wichtig, dass man an sich stets arbeitet. Es bringt mich näher an mich selbst und ich setze mich gerne, gerade im Herbst damit auseinander. Zu wissen, wo meine Grenzen sind und welche Grenzen kann ich ausdehnen - entwickelt mich auf jeden Fall weiter. Ein weiterer Punkt ist es, ehrlich zu mir zu sein.
Das Einfachste was mir früher gefallen ist, war mich selber zu belügen. Es hat mich keine große Mühe gekostet mir einzureden, dass es mich glücklich macht einen langweiligen, schwarzen Mantel zu kaufen. Es ist normal und das trägt jeder. Dieses Bild, was andere von mir hatten - so wollte ich auch sein!
Ich habe damals ignoriert, was ich wirklich will und heute weiß ich, wie schwer es ist, sich die Wahrheit einzugestehen. Das was alle von mir erwartet haben, hat mich nicht erfüllt und ich wünschte es mir auch nicht zu diesem Zeitpunkt. Ich bin ein eigenständiger Mensch und nur ich weiß, was ich will und welcher Herausforderung ich mich widmen möchte. Ich glaube, dass dies das schwierigste, aber auch das wichtigste im Leben ist - ehrlich zu sich selber sein und stehen bleiben, wenn man danach verlangt.
Ich verliere nicht mehr den Überblick.



Sonntag, 3. September 2017

SOONER OR LATER

Jeder von uns wünscht sich wenigstens ein Mal im Leben besser sein als die anderen. Das Problem ist aber, dass wenn wir ganz oben stehen und unseren Triumph tanzend feiern, wir schlagartig auf den Boden fallen.
Für die meisten Menschen wäre es zu viel.
Ich kann es verstehen, denn auch ich habe öfters gezweifelt, bevor ich was angefangen habe.
Lohnt es sich überhaupt für diesen kleinen Höheflug zu kämpfen, wenn es keine Ewigkeit dauert?
Es fühlt sich kurz an aber dafür umso intensiver!
Ich werde es euch erklären, warum ich gerade dafür dankbar bin.
Mit meinen Höheflügen und Abstürzen lerne ich, wie ich besser werden kann und wie ich es genießen kann, ohne ein Gesicht zu verziehen, wenn es plötzlich vorbei ist.
Es stimmt. Jeder möchte, dass diese Zeit in der wir alles geben belohnt wird. Besonders, wenn es sich um ein Ziel handelt, an dem unser Herz klebt.
Ich finde es faszinierend, mit welcher Ruhe und ohne jeglichen Plan manche Menschen in den Tag starten. Ich dagegen wäre ohne mein Bullet Journal verloren. Ich brauche einen gewissen Punkt zu den ich immer wieder zurück kehren kann außerdem finde ich die Idee wie Monatsrückblick spektakulär. Es ist erstaunlich, was alles in Vergessenheit gerät.
Manche halten mich für verrückt, wenn sie sehen, dass es mich wahnsinnig macht, wenn mein Termin Kalender sich leert. Ich kriege Panik und suche mir sofort eine neue Herausforderung. Es ist nichts Schlimmes daran. Ich bin ehrgeizig und versuche meine Zeit so zu gestalten, dass ich abends glücklich und zufrieden einschlafen kann.
Es passiert dennoch oft genug, dass ich etwas anfange, mit meiner letzten Kraft den letzten Schlief verpasse und mir das Ergebnis ansehe. Mit meinen müden Augen werte ich mein erreichtes Resultat aus. Ich bin enttäuscht und um es nett auszudrucken, ist das Ergebnis nichts Besonderes... Anders als erwartet, haut mich es nicht um.
Ich möchte es zusammenkehren und unter dem Teppich verstecken bis zum nächsten Frühlingsputz!
Kennt ihr es?
Mittlerweile blicke ich gerne zurück und reise in der Vergangenheit rum: meine erste Party, erster Schultag in Deutschland, erster Arbeitstag, erster Blogeintrag, erste Backkünste und erste Beziehung ...
Damals hätte ich niemals gedacht, dass ich aus dem Haus gehen werde nach diesen Blamagen.
Jetzt blicke ich lächelnd zurück und erinnere mich gerne an diese FURCHTBAREN ersten Male.
Ihr Lieben genau so sollte es ablaufen! Niemand von uns hat beim ersten Mal jemals was perfekt gemacht, glaubt mir.
Das Leben ist eine große Veränderung über einen längeren Zeitraum verteilt. Ich würde sogar meinen, dass wir einen Fehler machen müssen, um besser zu werden. Die Zeit abzuwarten um den idealen Zeitpunkt zu finden hört sich zwar gut an, für mich aber persönlich ist es in der Praxis nicht umsetzbar.
Es hat nichts damit zu tun, dass ich ungeduldig bin.
Also gut erwischt. Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Manchmal kommt es sogar vor, dass ich es fühlen kann, dass es nicht gut ist, etwas Neues anzufangen. Ich sollte mein Enthusiasmus ignorieren, ohne ein Plan B zu haben aber dieser Gedanke Fehler machen zu dürfen und zu improvisieren übernimmt einfach das Steuer in meinem Körper.
Ich finde auch, dass wenn ich auf meinen Moment warte, die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass ich mein Zug verpasse - und dann? Wäre ich sehr frustriert!
Natürlich um etwas richtig zu machen, müssen wir erst mal überhaupt anfangen.
Viele von uns haben ein Stock im Gehirn, was die Entfaltung der Gedanken hindert. Ich wünschte, wir könnten aus den Stöcken ein Lagerfeuer machen!
Ich muss gestehen, es ist kein schönes Gefühl, wenn meine Herausforderung scheitert. Ich lerne ja noch und darf mehr als einmal üben! Mein Rezept ist einfach. Trau dich, fange an, mache es, beobachte und lerne aus dem, was dir gelungen oder misslungen ist.
Ich bin 24 Jahre alt und habe viele Menschen kennenlernen dürfen die entweder mit mir zurechtgekommen sind oder nicht. Ich kann mit beiden leben. Ich bin dankbar für jede Erfahrung.
Es kommt schon vor, dass ich mich unwohl fühle während, ich meine Zeit mit falschen Freunden verbringe. Als wäre ich in einem Spinnennetz verfangen.
Mein Puls wurde immer schneller, meine positive Energie wurde angezapft als wäre ich eine Tankstelle. Ich schreite im Kopf: wo zur Hölle ist der Notausgang!
Ich habe einige Zeit gebraucht um eine Strategie zu entwickeln und es hat mir geholfen mich nicht zu verlieren. Ich bin ebenfalls sehr dankbar für diese wunderbaren Menschen, die mich regelmäßig motiviert und aufgebaut haben.
Jedoch, wenn euch mehrmals was nicht gelingt, sollte dann auch die Erkenntnis kommen.
Ja, ich weiß - Hartnäckigkeit ist auch wichtig, aber Blindheit nicht.
Was ich meine?
Wenn uns etwas nicht gelingt, sollten wir uns die Zeit nehmen und es auswerten.
Warum ist das jetzt so? Können wir etwas verändern oder verbessern, damit es funktioniert?
Glaubt mir, es findet sich immer etwas!
Lasst euch nicht entmutigen.
Einige von uns (inklusive mir), müssen erst mal lernen wie man Wasser schluckt, während man ertrinkt bevor man richtig anfängt zu schwimmen.
Und wenn wir ständig über diesen einen Stein stolpern, dann ist die Zeit gekommen einen anderen Weg für unser Ziel zu wählen.
Vor Kürzen dürfte ich selber diese Erfahrung machen. Natürlich ist es nicht einfach, aber es zeigt auch eine gewisse Stärke und bevor wir versuchen etwas besser machen zu wollen, müssen wir als erstes - ANFANGEN!
Unser Standpunkt wird sich nie ändern, wenn wir von vorne an sagen, dass es sich nicht lohnt, anzufangen und einfach dabei belassen!


Mittwoch, 12. Juli 2017

Fifty shades of I don't give a shit!


Wir, Frauen lieben es, unglücklich zu sein.
Ja, so sieht es aus! Wir lieben es missverstanden zu werden, uns zu beschweren über unsere Männer und natürlich, wie schwer es momentan auf Arbeit läuft. Hand aufs Herz, ist es so?
Wenn wir tatsächlich gerne glücklich sein wollen, warum tun wir alles, um unzufrieden zu sein?

Wir lieben es uns schwer zu machen im Leben und das ist Fakt.
Jeden Tag nehmen wir so viele Aufgaben auf uns und versuchen eine Superheldin zu werden.
Arbeit, Kind, Sport, sauber machen, einkaufen, kochen, Wege erledigen in der Stadt, Sachen abholen, Ehemänner glücklich machen und vieles, vieles mehr. Wir versuchen es eine perfekte Frau zu sein und träumen von einem Leben wie bei Sex in the City.

Dieses Leben beinhaltet jeden Tag Kaffee trinken mit Freundinnen, abends fette Partys und am frühen Morgen, wenn die Vögel anfangen zu singen, mit High Heels in der Hand heimzugehen sowie natürlich eine wunderbare Kooperation auf Arbeit oder noch besser eine selbstständige, sehr gut gekleidete Business Frau zu sein. Der Haushalt wird von alleine erledigt und die Männer sind unkompliziert und warten brav wie eine Dekoration auf uns zu Hause mit dem Abendessen und einer Flasche gut gekühlten Weißwein.
Wir wollen eben eine perfekte Frau zu sein, wie uns das, in den Zeitschriften, Büchern, Filmen oder Serien vermittelt wird.

Es tut jetzt weh das zu hören aber so was existiert nicht und es ist auch gut so!

Wir übernehmen uns mit diesen Erledigungen und dann fangen wir meistens an innerlich zu kochen. Im Kopf denken wir uns schon: hätte ich jetzt pünktlich Feierabend gehabt, dann wäre es ja alles anders gewesen! Wir fangen jetzt an auch unsere Arbeitskollegen zu hassen und die Arbeit an sich auch, nur weil wir wieder Lust hatten, eine Superwomen zu spielen.
Es existiert ein sehr dünner Faden zwischen den Wunsch eine perfekt organisierte Frau zu sein und der Müdigkeit.
Wir sind uns selber ein Rätsel.

Ich beschreibe hier eine Situation.

Jemand fragt: was gibt es heute zu Mittag und wir brechen alles ab und rennen in die Küche um die Kartoffeln zu schälen. Aber es hat doch keiner erwähnt: mach mir ein Mittagessen!

Ein anderes Beispiel.

Er sagt: ich habe Durst und was macht die Superwomen? Rennt in die Küche und fängt an einen Tee zu machen, dabei hat er nur erwähnt, dass er Durst hat. Sie hat nicht mal gefragt, ob er einen Tee haben möchte, kommt mit einer heißen Tasse Tee und mit einen sehr genervten Gesichtsausdruck.
Er wollte keinen Tee, sondern ein kühles Bier! Und schon geht’s los. Die gute Frau kocht innerlich und ihr Gesicht färbt sich rot wie eine Tomate vor Wut.

Nach einer Überlegung hätte man sich diese Fragen stellen sollen:

Hört die Welt sich zu drehen, wenn man nicht aufgestanden wäre, um Mittag zu machen?
Würde was zusammenbrechen, wenn man den Tee nicht gemacht hätte?

Nein.
Wir machen es, weil wir den Verdacht haben, dass die Welt zusammenbricht und die Apokalypse in unserer Wohnung anfängt.
Jetzt kommt die Überraschung: es verändert sich nichts.
Wir können uns in dieser Zeit eine Ruhepause gönnen und anfangen unseren Glücksakku aufzuladen.

Jemand kann auch dir zur Abwechslung einen Tee machen.

Und noch eins: wenn dir all diese Aufgaben Spaß machen dann mach sie weiter. Tu das, was dein Herz sagt und was dir Freude bereitet.
Ich mag den Tee überbrühen und ich mag Mittagessen kochen aber manchmal gibt es Tage und wenn ich höre: was essen wir heute? dann antworte ich: wie wäre es mit Pizza?

Auch du darfst dir eine Pizza bestellen und machst dich nicht unnötig unglücklich!

Dienstag, 20. Juni 2017

She's is just too grown up for THE DRAMA

Richtige Freunde lernt man in Armut kennen. So sagt man es zumindest bei uns in Polen, es ist ein Sprichwort. Meine Meinung ist dazu eine ganz andere, echte Freunde lernt man dann erst kennen, wenn uns was gelingt.
Diese ''Freunde'' können die Tatsache nicht ertragen, dass du einen Erfolg hast. Ob es ein großer oder kleiner Höheflug ist, ist es erst mal egal. Ich weiß es ist sehr drastisch zu sagen: ich sollte mich von solchen Freunden trennen. Es ist doch kein Shampoo, was man regelmäßig wechseln sollte, nur damit sich die Haare nicht daran gewöhnen oder wie Medikamente, die irgendwann der Körper als gewöhnlichen Mittel sieht. Allerdings, wenn meine Kopfhaut anfängt zu jucken und ich bekomme schuppen, ist es für mich ein Grund sich von diesen ''Freunden'' zu trennen.
Eine einfache Logik, zu der ich Jahrelang gereift bin, wie eine Avocado. Verzeiht mir diese Metapher aber ich bin gerade auf Avocado Trip. 😵

Ich habe es akzeptiert und bin viele Kompromisse eingegangen, ohne damit glücklich zu sein. Ob wir es wollen oder nicht, die Menschen spielen eine sehr große Rolle in unseren Leben und manches bringt unseres inneres Gleichgewicht in Störung.

Ich gehöre zu den Menschen, die gerne eine zweite Chance vergeben, dritte und vierte auch.
Es hat mir wirklich viel Zeit in Anspruch genommen zu verstehen, dass es gar nicht so gut ist auf alles ein Auge zuzudrücken. Die ''Freunde'' gewöhnen sich an so was und fangen an deine Grenzen zu testen. So blind, wie ich manchmal bin und ich meine, ich trage ja schon eine Brille, gelegentlich sogar Kontaktlinsen - merkte ich oft nichts von dieser Bösartigkeit.
Die Familie kann man sich nicht aussuchen, die Freunde dafür schon! Ich habe es erst verstanden nach dem ich anderen Menschen begegnet bin, die voller Empathie und positiver Energie sind.
Es ist ein enormes Geschenk, wenn man eben auch solche Freunde hat, die nicht nur an deinem Geburtstag an dich denken, sondern auch bei kleinen Erfolgen sich eine Flasche Wein schnappen und vor deiner Tür stehen oder selbst ein sinnfreies Telefonat bei Stromausfall zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht über den ganzen Tag.
Denn dann merkte ich plötzlich, dass eine ganze Reihe an Menschen, die mir Nahe stehen diesen Titel nicht verdient haben.
Meine Zeit ist wertvoll. Eure auch und vielleicht wart ihr schon mal in so einer Situation, dass nach dem man von dem Treffen wieder kam, es einem nicht gut ging, weil die X-Person dich ständig nach unten gezogen hat oder eben versucht hat, die negative Energie an dir auszulassen.
Von solchen ''Freunden'' sollten wir Abstand nehmen. Die Zeit ist einer der wenigen Dinge im Leben, was man nicht kaufen kann oder gewinnen.
Deshalb lohnt es sich, diese Zeit mit Leuten zu verbringen, die dich eben motivieren, anstatt negative Veränderungen in deinem Leben gravierend mit einem Edding in deinem Terminkalender versuchen einzuschreiben.
Es ist so viel einfacher meine Flügel ausbreiten, wenn ich eine unterstützende Persönlichkeit an meiner Seite habe. Manchmal will man im Leben vieles aufgeben und gerade da bin ich unglaublich dankbar für diese Menschen, die mir Mut machen und auch einen kräftigen Tritt geben, damit ich vorwärts komme.

Früher dachte ich, dass solche Veränderung im Leben sehr grausam wäre. Jetzt weiß ich, dass es nicht der Fall ist, und weißt du warum? Die meisten von denen ich einen größeren Abstand genommen habe, haben es nicht mal bemerkt. Es war eine ernüchternde Erfahrung.

A
B
E
R

DAS LEBEN IST ZU KURZ FÜR 3 SACHEN:
  1. sich über Sachen zu ärgern, auf die man gar keinen Einfluss hat
  2. sich mit Menschen zu treffen, denen du egal bist.
  3. sich zu verstellen; um anderen zu gefallen 




Früher war es für mich extrem wichtig, dass mich jeder mag. Als der Zeitpunkt gekommen ist und ich jemanden begegnet bin, der mich eben nicht besonders gemocht hat, habe ich den ganzen Tag darüber nachgedacht; was ich falsch gemacht haben könnte. Ich habe mich versucht zu verändern für andere Menschen. Das war ich früher und heute bin ich stolz auf mich zu sehen, wie ich mich entwickelt habe.

Ich war früher eben sehr naiv und dumm.

Heute weiß ich, dass ich kein Oreokecks bin, der jedem schmecken sollte.

 

Es gibt nichts Besseres auf dieser Welt als Menschen, die dich eben so mögen, wie du wirklich bist, die dein wahres Gesicht kennen und trotzdem nicht weglaufen.

Sonntag, 21. Mai 2017

Ein Spaziergang auf einen Traum der Auserwählten



Angeblich sind Träume nur für die Auserwählten. Für Berühmtheiten wie Paris Hilton oder für die anderen Fische aus dem Medienmeer. 
Unsere Gesellschaft ist vorprogrammiert. Wir reden uns ein, dass jemand seine Träume nur geschafft hat zu verwirklichen durch das Geld was ihn oder ihr zur Verfügung gestellt wurden ist oder durch die Vitamin B-ekanntschaft. Das ist wo möglich genau dieses Grund warum die Auserwählten gerade in diesen Augenblick auf einer Insel leben und frische Milch aus einer Kokosnuss durch einen goldenen Strohhelm trinken. 
Als wir Kinder waren, wurden wir dazu erzogen, dass wir nicht alles bekommen können, was wir wollen oder anders gesagt – nur wenige von uns können es haben.
Menschen die es wirklich geschafft haben, waren selbstverständlich nur erfolgreich durch die Kontakte oder das Geld. Die hatten einfach nur Glück sagt sich der ein oder andere von uns.
Es ist einfacher uns das so zu erklären, wenn es bei uns nicht klappt dann nur weil wir schon von vorne rein sagen, dass wir diese Zaubermittel nicht besitzen. Nun ja und dann ist es so. Wir geben uns damit zufrieden mit dem was wir haben. Möglicherweise fällt uns dann leichter sich über die ganze Welt zu beschweren.
Das einzige Problem liegt aber nicht an diesen Vorrausetzungen, die uns manche ein Schritt voraus sind. Es gibt einen Unterschied zwischen dir und diesen Menschen.
Irgendwann haben diese erfolgreichen Menschen die Chance genommen und haben versucht ihre Träume umzusetzen.
Aus irgendeinen Grund möchten wir nicht riskieren. Wieder denke ich an meine Kindheit.
Manchmal tanzt uns dieser Funkel Chance vor der Nase herum und schreit förmlich zu uns: „schnapp mich“, „hier bin ich, los beeil dich“, „bist du blind?!“. Wir tun so als wenn wir es nicht sehen würden oder wir sagen uns, dass wir es später in Erwägung ziehen werden. Aber nicht heute. Heute ist nicht der richtige Zeitpunkt. Wir sind noch nicht so weit. Wir besitzen diese Fähigkeiten nicht um es durchzuziehen. Vielleicht an einem anderen Tag sieht es anders aus und dann, dann ist man soweit! 
Später sind wir überrascht, dass andere Menschen ihre Karriere entwickeln, Millionen verdienen, um die Welt reisen oder in unseren Traum leben, während wir auf der Couch sitzen und die Ecken des Wohnzimmers anstarren. Kommt es bekannt vor?
Aber wie soll sich denn was verändern, wenn wir zu jeder Gelegenheit täglich nein sagen oder es verschieben auf einen anderen Zeitpunkt? 
Die Angst ist zu groß, dass wir scheitern. Aus diesen Grund versuchen wir es nicht. Es gibt immer ein Grund warum „später“ für uns gleich „besser“ ist.
Weißt du, was dich unterscheidet zwischen diesen Menschen die einen Erfolg haben? Sie haben gelernt „JA“ zu „NEIN“ zusagen. Sie hatten den Mut mit geschlossenen Augen sich in ein Meer zu werfen auch wenn viele Menschen gesagt haben: „Es ist verrückt!“
Das war’s!Mehr wird in solchen situationen auch nicht verlangt. Wir mögen es uns einfach und doch so kompliziert zu machen...
Es gibt kein unglaubliches Glück, was man bei Amazon bestellen kann mit einer Lieferung direkt nach Hause oder einen Stempel mit dem Wort: Auserwählter. 
Diese Menschen hatten 1 Gramm Mut in sich und haben die Chance geschnappt, wenn sie gerade schön getanzt hat. Und das ist es. 
Ob die Bekanntschaften eine Hilfestellung waren? Vielleicht ja. 
Ob es einfacher war durch das Geld? Vielleich ja.
Aber der Hauptgrund ist es ja, dass die sich getraut haben.
Die Angst für diese eine Bruchsekunde wurde vergessen. 
Wir bekommen 100 Chancen von Leben, die wir nicht wahrnehmen weil wir denken, dass wir es nicht schaffen können. Oder wir haben tausende Ideen die wir vorsichtig in ein Schrank einpacken und verstauen, weil sie ja viel zu verrückt sind oder zu extravagant.
Wir müssen lernen die Zähne zusammen zu beißen, es zu realisieren wie man vorwärts kommt. 
Wenn etwas schief geht, ist es alles andere als ein Weltuntergang.
Wenn wir stolpern, lernen wir wieder auf die Beine zu kommen.
Hören wir endlich auf, die Erfolge anderer Menschen zu entschuldigen, weil da gewisse Umstände nah zu perfekt auf der Straße lagen.  Du kannst dich auch in dieser Lage befinden, wenn du anfängst JA zu sagen. Anstatt die Ideen in ein Schrank zu verstauen solltest du lieber deine Ängste grob packen und es in den Schrank werfen. 
Vielleich auch nicht mehr die Dinge beiseitelegen. 
Vielleicht war es gerade die letzte Chance für dich, die dir das Leben gegeben hat. 
Blöd, dass sie gerade eben verloren hast.
Auch wenn man es beim ersten Mal nicht schafft, ist es keine Schande. Du kannst so oft probieren wie du nur möchtest. Das Leben ist nicht wie das Leben von Mario, wo man nur 3 Versuche hat und danach wird in Rot eingeblendet: GAME OVER.
Du solltest es nur wollen.

Ich weiß, ich war früher auch so und es ist unglaublich schwer seine Sichtweise auf gewisse Entscheidungen zu ändern.
Ich versuche mir in solchen Situationen immer zu sagen, dass wenn ich es jetzt nicht riskiere, dann kann ich später auch keinen Champagner trinken.

Wenn du aber nicht willst und das kleine Monster namens Angstio in dein Kopf ohne Einladung kommt, solltest du ihn keinen Tee anbieten sondern fair zu dir sein und nicht die Schuld bei anderen suchen, warum es bei denen funktioniert hat und du gehindert bist in deiner Entwicklung.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Sound familiar?




Wir kommen auf die Welt und haben keine Ahnung was richtig oder was falsch ist. Um ehrlich zu sein, weiß ich es des Öfteren nicht.  Ich möchte aber nicht, dass mich jemand vorzeitig korrigiert.Ich habe es schon als kleines Mädchen gehasst, wenn meine Eltern mich immer wieder zurecht gezupft oder vorzeitig die Bremse angezogen haben. Es hat mich unglaublich gestört.
Klar, unsere Eltern möchten ungern, dass wir hinfallen und wollen uns diese Erfahrung von deren Leben mit auf den Weg geben.
Ich gehörte leider nicht zu den Kindern, die brav jeden Ratschlag angenommen haben. Ich war eher dieser chaotische Mensch der immer grundsätzlich alles anders gemacht hat, als es verlangt wurde. Egal ob es in der Schule war und die Lehrer immer mit mir zu tun hatten oder doch die Eltern, die mir sagten: oh ne, also das gehört sich ja wirklich nicht.
Jetzt bin ich erwachsen und habe eine eigene Wohnung. Ich bezahle die Rechnungen, manchmal pünktlich und manchmal brauche ich eine kleine Erinnerung in Form einer Mahnung. Ich lebe in einer wundervollen Beziehung, von der ich jeden Tag aufs neue lernen kann. Ich kann mich versorgen und das ohne, dass ich mich am Herd verbrenne. Auf jeden Fall dachte ich es, dass dieser Fallschirm auf meinem Rücken irgendwann verschwindet. Manche versuchen meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Ich sage dazu Zeitverschwendung, aber es beschäftigt mich ja trotzdem und schon bin ich unzufrieden. Früher auf Arbeit wurde ich sehr oft frühzeitig kritisiert ohne das sich mein Vorgesetzter das Ergebnis am Ende angeschaut hat. Wer kennt es noch?
Wir leben leider auch in einer Welt, wo es nicht nach rechts oder links geschaut wird. Es ist so viel einfacher zu sagen, es gibt nur gerade aus und nur eine Lösung des Problems. Hierbei wird oft vergessen, dass nicht alle die gleiche Persönlichkeit haben.
Ich möchte damit aber nicht sagen, dass mich nur die Außenwelt daran hindert vorwärts zu kommen. Natürlich stehe ich mir oft genug im Weg und tausend Gedanken hindern mich nach rechts oder links zu schauen um andere Alternativen zu finden. Oft erwische ich mich dabei, wie ich in meinem Kopf sage: nein, dass könntest du nie machen. Ich habe gelernt, dass es eine andere Möglichkeit gibt, meine Gedanken zu steuern. Es sind Worte. Ich wähle eine andere Wortwahl und zwinge mich es in meinem Kopf zu übertönen. Nicht immer vorzeitig zu sagen, dass ich es nicht kann sondern: oh, das habe ich noch nie probiert. Meine Zweifel sind wie weggeblasen. Es ist das größte für mich anderen zu zeigen, dass es geht. Meine Oma hat mir als Kind immer erzählt, (bei ''schwierigen Momenten'' wie zum Beispiel: ich habe meinen Lolli nicht ausgepackt bekommen) - alle haben der Hummel erzählt sie sei zu schwer bis sie eines Tages losgeflogen ist. Ich kann mich nicht ganz genau erinnern wie ihre genaue Wortwahl war, aber sie war immer der Mensch der mich motiviert hat und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Sie hat mich mit großgezogen und ich lernte selbstständig auf verschiedenster Weise meine Probleme zu lösen ohne Gebrauchsanleitung. Denn darum geht es im Leben, wir werden oft in kaltes Wasser geworfen und sollen anfangen zu schwimmen aber anstatt wahllos zu fluchen sollten wir lieber die Gelegenheit nutzen um zu lernen und andere ins stauen zu versetzen.